Die Welt der Düfte – Aromatherapie

Die Welt der Düfte – Aromatherapie

by in Düfte 21. Januar 2022

Die Farben, aber auch die Pflanzendüfte, sind mit der Geschichte der Menschheit eng verwoben.

Pflanzendüfte in der TCM                               Pflanzendüfte in Indien
Pflanzendüfte – Ätherische Öle                      Pflanzendüfte in der Parfumerie

Pflanzendüfte werden durch sekundäre Pflanzenstoffe erzeugt, wobei hier die ätherischen Öle die Hauptrolle spielen. Die ursprünglichste und sicherlich älteste Art diese Düfte freizusetzen ist das Verbrennen aromatischer Pflanzenteile. Dies wurde zur Verehrung der Götter vermutlich schon in der Steinzeit so gemacht und wird in Form der Räucherung von vielen Völkern überall auf der Welt im religiösen, spirituellen, aber auch heilkundlichen  Rahmen bis heute praktiziert. „Parfum“ kommt vom lateinischen „par fumum“ und bedeutet „durch den Rauch“.

Die alten Hochkulturen von Mesopotamien, Ägypten, China und Indien schenkten den Pflanzendüften große Aufmerksamkeit. Neben der Räucherung wurden die ätherischen Öle  damals wohl meist in fetten Ölen ausgezogen. Es wurden jedoch auch schon einfache Techniken der Destillation angewendet, bei denen die Pflanzen abgedeckt in einem Topf mit Wasser gekocht wurden und das mit den ätherischen Ölen angereicherte Kondenswasser an der Innenseite des Deckels aufgefangen wurde. Vor allem von den Ägyptern ist die Nutzung von relativ konzentrierten Pflanzenduftstoffen zur Verehrung ihrer Götter, Könige und Königinnen, aber auch zur Einbalsamierung im Rahmen der Mumifizierung der Toten bekannt. Man kann also davon ausgehen, dass die Ägypter von der antiseptischen und damit auch konservieren-den Wirkung vieler ätherischer Öle wussten.
Auch die Griechen und die Römer in der Antike schätzten und nutzten die Kraft der Pflanzenduftstoffe und setzten sie zur Götterverehrung und in der Heilkunde, aber auch als wohl-tuende und heilsame Duftzutat im Rahmen der Bäderkultur ein.
Erst viel später, in der Zeit um das 11. Jahrhundert n. Chr., entwickelte der arabische Arzt und Alchemist Avicenna die Technik der Wasserdampfdestillation, bei der Wasserdampf durch das zu destillierende Pflanzenmaterial hindurch geleitet wird, in einem Kühler kondensiert, und als wertvolles duftendes Pflanzenwasser mit dem obenauf schwimmenden ätherischen Öl aufgefangen werden kann.
Zu dieser Zeit konnten also wohl erstmals reine ätherische Pflanzenöle hergestellt werden, wobei lange Zeit die Herstellung der Pflanzenwässer im Vordergrund stand.

Etwas später in Mittelalter gelangte die Kunst der Destillation dann auch nach Mitteleuropa, wo sie hauptsächlich in Klöstern praktiziert wurde. Zum einen wurde Alkohol destilliert, aus dem durch die Zugabe von heilkräftigen Pflanzen medizinische Elixiere hergestellt wurden. So entstanden viele der bis heute berühmten Kräutergeister, Kräuterliköre und Kräuterelixiere wie z.B. der Melissengeist, der Chartreuse und auch das „Aqua Mirabilis“, das später „Kölnisch Wasser“ genannt wurde. All diese Elixiere galten als volksheilkundliche Allheilmittel. Zum anderen wurden in den Klöstern auch gezielt Pflanzenwässer und ätherische Öle hergestellt. In der Heilkunde wurden zu dieser Zeit wohl vorrangig die Pflanzenwässer eingesetzt.
Zu Beginn der Renaissance begann parallel die Geschichte des „klassischen“ Parfums, also der Verwendung von ätherischen Ölen als Duftstoff für Gegenstände und zur Verbesserung des Körpergeruchs, aber auch zur Desinfizierung der Raumluft und zum Schutz gegen Krankheiten und Seuchen wie z.B. der Pest. Die französische Stadt Grasse entwickelte sich in dieser Zeit zum europäischen Zentrum der Parfumherstellung.

Erst Ende des 19. Jahrhunderts rückten die ätherischen Öle (ÄÖ) in den Fokus des wissenschaftlichen Interesses. Seitens der chemischen Industrie wurde intensiv daran geforscht einzelne medizinisch wirksame Pflanzeninhaltsstoffe und damit auch Bestandteile verschiedener ätherischer Öle zu identifizieren und zu isolieren. Schließlich gelang es diese auch synthetisch herzustellen, womit dem Markt plötzlich große Mengen an günstigen, standardisierten Arzneimittel- und Duftstoffgrundlagen zur Verfügung standen.
Bis heute wird seitens der Medizin, aber auch der Parfum- und Kosmetikindustrie daran weiter geforscht und entwickelt, und inzwischen ist es möglich, jeden noch so exotischen Duft im Labor herzustellen. Und bis heute wird seitens der Wissenschaft zum großen Teil außer Betracht gelassen, dass einzelne isolierte Bestandteile eines natürlichen Produktes niemals die gleiche Funktion und Wirkungsweise haben (können) als dieselben Stoffe im Kontext des natürlichen „Ganzen“.
Zu ungefähr derselben Zeit, Ende des 19. Jahrhunderts, wurde jedoch vor allem von Frankreich ausgehend damit begonnen, die Wirkungen der echten, naturreinen ätherischen Öle auf den menschlichen Körper zu erforschen.1936 veröffentlichte  Rene-Maurice Gattefosse, ein französischer Chemiker, die Ergebnisse seiner Experimente mit ätherischen Ölen in seinem Buch „Aromathérapie“ und gab damit der therapeutischen Behandlung von Menschen mit duftenden Pflanzenstoffen einen Namen. Der französische Militärarzt Jean Valnet, der ätherische Öle im zweiten Weltkrieg sehr erfolgreich zur Wundbehandlung einsetzte, führte die Forschungsarbeit von Gattefosse weiter.

Seit dem sind die ätherischen Öle Gegenstand für Forschungen und Studien überall auf der Welt. Es wird geforscht an der Zusammensetzung, es wird geforscht an der heilkundlichen Wirkung auf den Körper und auf die Psyche, an der Wirkung in vitro und in vivo, an den Nebenwirkungen und den potentiellen Gefahren des Einsatzes am Menschen. Vor allem die starke antiseptische Kraft vieler ätherischer Öle, von denen einige z.B. auch gegen Krankenhauskeime wirksam zu sein scheinen, ist beeindruckend.
Aber auch im Zusammenhang mit einem anderer Einsatzbereich für ätherische Öle wird intensiv geforscht: dem Einsatz von Duftstoffen zu Marketingzwecken. In diesen Kreisen scheint die Wirksamkeit von Duftstoffen (und übrigens auch von Farben) zur Steigerung des Wohlbefindens und der  Kauflust der Kunden außer Frage zu stehen. Eingesetzt werden hier nicht nur „offensichtliche“ Düfte, wie z.B. der Duft von frischgebackenem Brot am Regal mit verpacktem Industriebrot, sondern auch Düfte in Konzentrationen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle, die uns beeinflussen können ohne dass wir dies überhaupt bemerken.
Bis heute wurden viele starke und eindeutige Wirkmechanismen entdeckt und entschlüsselt. Ein großer Teil des enormen Potentials der ätherischen Öle und der Pflanzenwässer im körperlichen und im psychischen Bereich ist jedoch noch unerforschtes Neuland und bietet ein weiteres endloses Feld für weitere Studien und Untersuchungen.

Pflanzendüfte in der TCM

Wie überall auf der Welt hat die Verwendung von Pflanzenduftstoffen im Rahmen von Räucherungen zu spirituellen und heilkundlichen Zwecken auch in China eine uralte Tradition.
Bekannt aus der TCM ist vor allem der Einsatz des chinesischen Moxa-Beifußes (Artemisia princeps) im Rahmen der Moxibustion. Dabei werden glimmende „Zigarren“ aus den Fasern des getrocknetes Moxa-Krautes auf oder über „kalte“, energieleere Akupunkturpunkte gehalten, um das Qi, die Lebensenergie, anzuregen und wieder in Fluss zu bringen.
Allen Beifuß-Arten wird eine wärmende Energie zugesprochen, und beim Moxa-Beifuß scheint dies in besonderem Maße zuzutreffen.
Das bei der Moxibustion freigesetzte ätherische Öl des Moxa-Beifuß ist ein sehr starkes, „scharfes“ Öl, das unter anderem Cineol und Thujon enthält.

Als Hausmittel für allerlei Beschwerden ist in der Volksheilkunde Ostasiens die Verwendung von ätherischen Ölen mit scharf-heißem Charakter für Wickel und Einreibungen seit jeher sehr verbreitet. Sie wirken punktuell stark anregend auf das Gewebe, sollen gleichzeitig aber auch das Bewusstsein und den Geist beleben und „in Schwung“ bringen. Verwendet werden hierfür gerne die ätherischen Öle von Zimt, Kampfer,  Wintergrün, Nelke, Pfefferminze, Cajeput,  Lavendel und Pfefferminze. Obwohl die erstgenannten potentiell stark reizend sein können werden sie in oft erstaunlich hohen Dosierungen eingesetzt. Ein auch bei uns bekanntes Produkt aus dieser Kategorie ist der Tigerbalm.

Pflanzendüfte in Indien

Indien ist eine ganze Welt von Farben, vor
allem aber auch von Düften. Ein intensives Duftgemisch umgibt das ganze
Land, die ekelerregendsten, abstoßendsten Düfte vermischen sich mit den
erlesensten, betörendsten Düften dieser Erde.
Bis heute schwebt der
Duft von Räucherwerk über Allem, in den Weltstädten wie Bombay und im
kleinsten Dorf auf dem Land. Das Räuchern gehört „unübersehbar“ zur
Kultur. Es dient zur Verehrung der unzähligen Götter, zur Unterstützung
der Meditation, zu Heilzwecken und zur Desinfektion von Räumen und
Gegenständen.
Ätherische Öle in Form von wunderbar aromatischen
Gewürzmischungen für Speisen und Getränke werden für prophylaktische und
heilkundliche Zwecke genutzt, machen die Speisen haltbar und sind nicht
zuletzt ein herrliches kulinarisches Erlebnis. Es ist außerdem üblich,
nach dem Essen Gewürze wie Anis, Fenchel oder Kardamom zu kauen. Dies
desinfiziert den Mundraum und sorgt für einen frischen Atem.
Im
Ayurveda ist die Verwendung von in fetten Pflanzenölen gelösten
ätherischen Ölen für Heilmassagen und Ölgüsse eine uralte Tradition.
Hierzu werden je nach Zustand und Befind-lichkeit des zu Behandelnden
individuelle Aromamischungen hergestellt. Den verwendeten Ölen/Düften
werden jeweils bestimmte Eigenschaften zugesprochen, die in der
richtigen Mischung dazu dienen sollen, das Kräftegleichgewicht im
Organismus wieder herzustellen und Energien auszugleichen.
In Indien werden unzählige Pflanzen heilkundlich genutzt. Einige wie z.B. der
Fenchel, die Rose oder die Wilde Möhre sind auch bei uns verbreitet.

Hier ale Beispiel einige typische Vertreter Indiens mit dem ihnen zugeordneten
Geschmack und den energetischen Eigenschaften:

Sandelholz (Santalum album): bitter, süss; leicht, trocken; kühlend; emotional beruhigend
Zimt (Cinnamomum zeylanicum):  scharf, bitter süss; leicht, trocken, scharf; erhitzend; vermehrt Lebensenergie
Pfeffer (Piper nigrum): scharf, bitter; leicht, trocken; erhitzend, anregend
Kurkuma (Curcuma longa):  bitter, scharf; leicht, trocken; erhitzend; ausgleichend

 

Pflanzendüfte – Ätherische Öle

Die ätherischen Öle sind die Duftstoffe der Pflanzen. Sie sind Vielstoffgemische aus bis zu 500 verschiedenen Substanzen, deren Zusammensetzung aus unterschiedlichen Duftmolekülen den für uns wahrnehmbaren Geruch eines Stoffes bestimmt. An dieser Stelle möchte ich nicht näher auf die chemische Zusammensetzung verschiedener ätherischer Öle bzw. Düfte eingehen, sondern lediglich einen kurzen Überblick über Funktionen und Wirkungen von ätherischen Ölen geben.
Ätherische Öle sind sekundäre Pflanzenstoffe, die haben für die Pflanzen verschiedene Funktionen. Sie schützen vor Fraßfeinden, vor UV-Strahlung, vor Flüssigkeitsverlusten durch Verdunstung und vor Mikroben und Pilzen. Außerdem dienen sie als Lockmittel für Bestäube-rinsekten, und, was sehr spannend ist, als Kommunikationsmittel innerhalb der Pflanzenwelt.

Ätherische Öle kommen in verschiedensten Pflanzenteilen vor. Man findet sie mehr oder weniger konzentriert und abhängig von der jeweiligen Gattung in verschiedenen Pflanzenteilen:

in Wurzeln und Wurzelstöcken (Angelika, Liebstöckel, Ingwer),

in Rinden (Zimt), in Harzen (Weihrauch, Myrrhe),

in Holz/Zweigen, Zapfen und Nadeln (Zeder, Tanne),

in Früchten (Anis, Pfeffer),

in Knospen und Blüten (Rose, Orangenblüte, Kamille),

in Blättern (Lorbeer, Tee-baum), oder auch

im ganzen Kraut (Thymian, Schafgarbe).

Wir Menschen nehmen die Pflanzendüfte über Riechrezeptoren in unserer Nase wahr, die die Duftinformationen an das limbische System und andere Gehirnregionen wie z.B. den Hypothalamus und den Hippocampus weiterleiten und dort sehr komplexe Reaktionen auf emotionaler, psychischer und körperlicher Ebene auslösen.

Der zweite Weg, ätherische Öle aufzunehmen, erfolgt über die Schleimhäute bzw. die Haut. Die winzigen Moleküle sind klein genug, die Hautschichten zu durchdringen so in die Körperzellen und in den Blutkreislauf zu gelangen.

Diese Eigenschaft macht ätherische Öle zu hochwirksamen, aber damit – bei falscher Anwendung, zu hoher Dosierung oder einem unbedacht gewählten ätherischen Öl – potentiell gefährlichen Substanzen.
Da schwere Nebenwirkungen von allergischen Reaktionen bis hin zu Vergiftungserscheinungen auftreten können ist die innerliche Anwendung ätherischer Öle in der Aromatherapie unserer Zeit nur unter Aufsicht eines erfahrenen Arztes/Therapeuten anzuraten, und auch bei der äußerlichen Anwendung sollte man genau wissen was man tut.
Auch bei der äußerlichen Anwendung sollte man genau wissen was man tut. Dosierungsvorschriften in Rezepturen (aus verlässlichen Quellen!) sind unbedingt zu beachten!

Die Wirkungen der ätherischen Öle auf den Menschen sind vielfältig und bieten bis heute ein enorm weites Feld für Forschungen und Studien. Auf körperlicher, messbarer Ebene können ätherische Öle antibakteriell, antiviral und pilzhemmend wirken. Sie können die Hormonproduktion regulieren und Schmerzen lindern. Auf psychischer Ebene können sie beruhigend, angstlösend, stimmungsaufhellend, anregend oder stärkend sein.

Sehr interessant ist die direkte emotionale Wirkung von Düften, die sehr individuell sein kann. Im Hippocampus, dem Sitz des Gedächtnisses, werden Düfte und Erinnerungen mitsamt den damit verbundenen Emotionen von der Geburt an sehr eng miteinander verbunden und im Unterbewusstsein oft bis ans Lebensende abgespeichert. Riecht man im Laufe des Lebens nun einen Duft, der mit einer solchen Erinnerung und damit Emotion abgespeichert ist, kommt diese unweigerlich wieder zum Vorschein. Es ist möglich, dass einem in die-sem Moment bestimmte Situationen plötzlich ganz bewusst wieder einfallen, es kann aber auch sein, dass nur die dazugehörige Emotion erscheint und Freude oder auch Ekel oder Un-behagen auslöst, und einem die Ursache dafür nicht bewusst ist.
Diese Duft-Gedächtnis-Emotions-Kopplung kann sehr effektiv für die Konditionierung genutzt werden. So kann z.B. ein bestimmter Duft während des Lernens im Gehirn dem Lernstoff zugeordnet werden und durch erneutes Riechen besser abrufbar machen, oder ein bestimmter Duft die Stimmung entspannter, fröhlicher Urlaubstage in weniger angenehmen Situationen hervorzaubern.

Pflanzendüfte in der Parfumerie

In der Parfumindustrie werden die Düfte zur Rezeptierung in drei große Hauptgruppen  eingeteilt: die Basisnoten, die Herznoten und die Kopfnoten. Die Übergänge sind fließend, und manche ätherischen Öle können z.B. sowohl als Basis- als auch als Herznote verwendet werden, je nachdem mit welchen anderen Düften kombiniert wird und was die Duftkompositi-on ausstrahlen soll.
Die Parfumherstellung ist die Kunst der Düfte. Ein Parfum wird ähnlich „komponiert“ wie ein  Musikstück oder ein Gemälde. Es werden Spannungen aufgebaut, manchmal sogar Dissonanzen, jedoch immer mit dem Ziel, am Ende ein harmonisches, ausgeglichenes Ganzes zu erschaffen. Schwere Noten brauchen ein leichtes Gegenstück, dunkle Farben den Kontrast zu den Hellen, zum Licht, und tiefe Basstöne brauchen die Höheren dazu um einen wohlklin-genden Akkord zu ergeben.
Eine allgemein gültige Klassifizierung nach Duftarten (z.B. holzig, blumig, etc.) gibt es nicht. Jeder nimmt Düfte individuell wahr, und einen Duft allgemeingültig treffend zu beschreiben ist kaum möglich. Zudem können Düfte individuell recht unterschiedlich wahrgenommen wer-den, und so kann es durchaus sein, dass ein bestimmter Duft vom einen z.B. als „holzig“, vom anderen als „würzig“ bezeichnet wird. Eine grobe Richtung können diese Beschreibungen aber auf jeden Fall geben.

Basisnoten sind schwere, tiefe, intensive Düfte, die sich langsam entfalten, dann aber sehr  lange anhalten. Ihr Duft lässt erst nach 12 bis 24 Stunden langsam nach und ist manchmal selbst nach einer Woche noch wahrnehmbar. Sie werden beschrieben als erdig, harzig, ani-malisch oder holzig. Viele dieser ätherischen Öle stammen aus Wurzeln, Hölzern oder Har-zen.
Auf psychischer/emotionaler Ebene wirken sie stabilisierend, sie geben Sicherheit, Gebor-genheit, Ruhe, innere Stärke und Mut.

Die Herznoten bestimmen den „eigentlichen“ Charakter einer gelungenen Duftkomposition. Sie sind auf die Haut aufgetragen einige Stunden deutlich wahrnehmbar und verblassen dann langsam. Die Herznoten sind die harmonischen Düfte der Mitte. Zu ihnen gehören die blumigen, fruchtigen, aber auch viele kräuterige, würzige und „grüne“ Düfte.
Die Düfte der Herznoten stehen eng mit unseren Emotionen in Verbindung. Sie können emotionale Blockaden lösen, trösten, aufheitern, die Seele wärmen, beruhigen und anregen, je nachdem was gerade erforderlich ist. Sie harmonisieren und wirken emotional ausgleichend.

Die Kopfnoten sind frisch, belebend Es sind die Düfte die wir sofort und sehr deutlich wahrnehmen. Sie wirken schnell und intensiv, verfliegen aber auch schnell und sind schon nach einer Stunde kaum mehr wahrnehmbar.
Kopfnotendüfte wirken anregend auf den Geist, sie motivieren, machen wach, steigern die Konzentrationsfähigkeit und wirken stimmungsaufhellend.
Auf körperlicher Ebene wirken sie meist schleimlösend und antimikrobiell.

Hier einige Beispiele, wie bestimmte ätherische Öle in Duftkompositionen verwendet werden können. Diese Zuordnung kann nach individuellem Empfinden und je nach Intention und Interpretation unterschiedlich sein. So findet man z.B. die Angelikawurzel oder auch den Weihrauch in manchen Quellen bei den Kopfnoten und in anderen bei den Basisnoten. Beides hat seine Berechtigung, je nachdem ob der erdige Duft oder der hochschwingende energetische Charakter der Engelwurz, oder, vielleicht noch viel deutlicher, des Weihrauchs, in den Vordergrund gestellt wird.

Basisnote: Patschuli, Moschus, Benzoe, Weihrauch, Myrrhe, Sandelholz, Zedernholz, Eichenmoos, Ingwer, Angelikawurzel, Vanille.

Basisnote/Herznote: Rosengeranie, Iris, Orange/Orangenblätter, Muskatellersalbei

Herznote: Rose, Jasmin, Fenchel, Koriander, Salbei, Majoran, Kamille, Melisse, Fichte, Zy-presse, Cistrose

Herznote/Kopfnote: Kiefer, Grapefruit, Orangenblüte, Zitronengras, Lavendel

Kopfnote: Bergamotte, Limette, Zitrone, Rosmarin, Thymian, Pfefferminze, Lavandin

Hier gehts zum Teil 1 meiner Projektarbeit (Phytotherapieausbildung bei der Freiburger Heilpflanzenschule 2020/2021), Thema Farben

Und hier zum Teil 3, dem Versuch einer Zuordnung von Pflanzenfarben und Pflanzendüften zu den verschiedenen Chakren.

Quellen: Fischer-Rizzi, S. (2014): Das grosse Buch der Pflanzenwässer; Zimmermann, E. (2018): Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe; Valnet, J. (1986): Aromatherapie; Davis, P (1993): Aromatherapie und Chakren; Malle, B./Schmickl, H. (2005): Ätherische Öle selbst herstellen; www.wikipedia.de;  www.veda.ch; www.parfum-ratgeber.com, www.aetherische-oele.net

Bitte beachten:
Ich bin weder Arzt noch Heilpraktiker noch ausgebildete Kosmetikerin. Die Hinweise auf Heilwirkung und Gebrauch von Heilpflanzen auf meiner Website haben ausschließlich informativen Charakter und ersetzen bei Erkrankungen nicht den Gang zum Arzt!

Die Beiträge und Rezepte sollen Anregungen sein, die Schätze der Natur für unser Wohlbefinden und die Erhaltung unserer Gesundheit zu nutzen. Die Anwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und auf eigene Gefahr.

1 Kommentar
  1. Hey Kati super tolle Texte😘😘😘
    Liebe Grüße Birgit
    Ps
    Ach übrigens ich hab mit Britta Kaiser gesprochen und sie hat mir gesagt dass ich eine Beschreibung meiner Arbeit schicken solle und eine Idee was ich an workshop anbieten möchte. Danke für deine Tips

Kommentare

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